Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen.
Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen.

Namibia-Botswana-Simbabwe im (deutschen) Sommer

Im August/September hat die Reise von Windhoek aus nach Rundu am Okavango geführt. Danach fuhren wir bolzengerade durch den Caprivistereifen, um nach Botswana zu gelangen. Erste Station war das Senyati Safari Camp. Danach standen die beiden Ziele in Simbabwe, Victoria Falls und Hwange auf dem Programm. Über Chobe und Nata fuhren wir nach Maun und von dort wieder zurück nach Windhoek. Eine super Rundreise mit tollen Erlebnisse, 3.600 km waren zu bewältigen.

 

Reisebericht

 

Um 6 Uhr ist das Flugzeug gelandet, um 7 Uhr saßen wir schon auf Ondekaremba beim Frühstück. Zwischendrin haben wir Bulli geholt und Wasser getankt. Da die Strecke durch Namibia schon bekannt ist, haben wir nicht viele Schnörkel gemacht, sondern sind nach dem Einkauf und einer Übernachtung zwischendrin nach Rundu gefahren. Der Aufenthalt auf Nkwazi war schön. Die Lage ist einfach herrlich, eben direkt am Okavango, das war uns einen Ruhetag wert.

 

Danach geht es immer gen Osten, nächste Station war die Mobola Lodge. Wir hatten nur Zeit für 1 Übernachtung, weil das nur eine Durchgangsstation war, etwas länger wären wir schon gerne geblieben. Ein netter Deutscher baut da gerade auf einem herrlichen Stück Land Haus für Haus und herrlicher Campsite ein Anwesen auf, das künftig sicher von sich reden machen wird.

 

Nach dem Caprivi und superschnellem Grenzübertritt nach Botswana sind wir zuerst ins Senyati Camp gefahren. 4 Nächte waren wir da, und es war eine tolle Zeit. Wir hatten unser Lager am Rand des Camps, Tag für Tag sind viele Elefanten direkt an uns vorbei zum Wasserloch gelaufen. Die Bar direkt vor dem Wasserloh ist schon super, die Leute dort haben aber noch einen drauf gesetzt: sie haben einen sogenannten Elefantenbunker gebaut, mit dem man unter der Erde direkt ans Wasserloch gelangen kann. Zur Fotografie von Elefanten benötigt man dann ein Weitwinkelobjektiv.

 

Danach war Simbabwe angesagt, der Grenzübertritt hat dann etwas länger gedauert.

 

Zuerst haben wir die Victoria Fälle besucht, sicherlich ein Highlight, weil sie unvergleich sind.

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Victoriaf%C3%A4lle

 

Am Tag danach haben wir uns die Welt mal von einem Elefantenrücken aus angeschaut, die Aussicht war gut, wir hatten den größten Bullen bekommen. Die Tiere sind schon aus der Ferne beeindruckend. Wenn man aber erstmal einen berühren kann, ist das nochmals völlig anders, der Tag war einfach herrlich.

 

Getoppt wurde das jedoch schon einen Tag später. Wir haben einen Lionwalk unternommen. Zusammen mit 2 Löwen unternimmt man nach einer Einweisung eine Wanderung. Man kann die Tiere aus nächster Nähe sehen und darf sie sogar streicheln. Den Kopf nicht, sonst fängt man eine. Wir hätten dann ganz gerne eines der Tierchen mit nach Hause genommen.

 

http://www.lionencounter.com

 

Beide Events werden, das muss man natürlich zugeben, von Tierschützern kritisch gesehen. Man bezahlt dafür jedoch auch Geld, und wenn man ausrechnet, wie viel das pro Jahr in dem superarmen Land in die Kasse bringt, überwiegen, zumindest für uns, die positiven Aspekte. Die Vorgehensweise, dass man Tiere dazu verwendet, Geld in die Kasse zu bekommen, um vielen Tieren zu helfen, ist nicht neu, man findet das in vielen armen Ländern. Wo soll in einem  Land wie Simbabwe das Geld für nötige Maßnahmen wie Tierschutz und Bekämpfung der Wilderei auch schon herkommen? 

 

Am Abend haben wir noch eine Sundownerfahrt auf dem Sambesi unternommen. Wir haben sehr interessante Menschen kennenlernen dürfen und nebenbei auch noch Krokodile und Nilpferde beobachten können. Ein Traum, anders kann man es nicht sagen.

 

200 km südlich von Vic Falls liegt der Hwange Nationalpark, das war unser nächstes Ziel. Die Fahrt dorthin wurde mehrfach von nervigen Wegelagerern in Polizeiuniform unterbrochen. Auf Teufel komm raus suchen die nach irgendwas, wofür sie eine Strafe kassieren können. Dem Land geht es halt dreckig, der Chef hat den Laden ruiniert, nun versucht mal halt so, irgendwie an US$ zu kommen. Eigene Währung gibt es schon lange nicht mehr.

 

Das Hange Main Camp lässt die guten alten Zeiten erahnen. Es ist sehr groß, früher muss hier wirklich was los gewesen sein. Zusammen mit uns waren nur noch wenige Menschen im Camp. Die Anlagen wurden dem Verfall preis gegeben, weil kein Geld zum Unterhalt da war. Inzwischen dreht sich das etwas, zumindest war mal frische Farbe zu sehen. Land und Menschen ist zu wünschen, dass es wieder in die andere Richtung geht, das Herz blutet schon etwas, wenn man sieht, dass viel mehr gehen könnte.

 

Hwange selbst ist eine klasse Region, fast 15.000 Quadratkilometer unberührte Wildnis. Afrika pur, wir haben viele Tiere gesehen.

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Hwange-Nationalpark

 

Zurück nach Botswana, dann aber erst noch an den Chobe River, bevor es auf die "Rückreise" ging. Per Boot konnten wir die legendäre Safariregion bereisen, ein unvergessliches Erlebnis, die Natur und die Tiere dort sind unglaublich.

 

Am Tag danach machten wir uns auf Richtung Maun, das Zentrum aller Aktivitäten im Okavangodelta. Die Fahrt dorthin war abwechslungsreich, und wir haben in einem schönen Camp übernachtet. Planet Baobab - heyheyhey. Eine liebevoll gestaltete Lodge samt Campsite inmitten von beeindruckenden und superalten Baobabbäumen!

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Afrikanischer_Affenbrotbaum 

 

Im Audicamp angekommen, haben wir zwei Bekannte getroffen, wir waren dort ja vor 9 Jahren schon mal. Das Camp hat sich nicht groß verändert, es ist immer noch super und die Leute dort sehr, sehr nett. Wir haben dann gleich eine Mokorotour für den nächsten Tag eingeplant, etwas, was wir beim ersten Besuch nicht gemacht haben.

 

Mit dem Einbaum, der inzwischen auch etwas Glasfaser enthält, wurden wir durch die unglaubliche Landschaft gefahren. Man redet nicht, alles ist still. Es ist, wie wenn man selbst an einem Zeitlupenfilm teilnimmt. Eigentlich unnötig zu erwähnen: wir haben natürlich auch Tiere gesehen, eine Wanderung haben wir auch unternommen.

 

Am Morgen unserer Abreise aus Maun haben wir uns noch nach einem Helikopterflug direkt am Flughafen erkundigt. Die späten Uhrzeiten waren zu spät, in 20 Minuten wäre das aber machbar - also sind wir dann gleich ungefrühstückt losgeflogen. Die einziartige Landschaft mal von oben zu sehen, ebenso auch die Tiere, war ein absolutes Highlight der Reise. Nach unserer Rückkehr wären wir am liebsten gleich wieder losgeflogen. Der Hubschrauber hatte keine Türen, man war nur angeschnallt, was alles nur noch beeindruckender gemacht hat. Außerdem musste man nicht durch Scheiben fotografieren, der Pilot hat das Ding immer hübsch schräg gelegt, wenn es etwas zu sehen gab.

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Okavangodelta

 

Von Maun aus ging es dann in 3 Tagesetappen je ca. 300 km nach Windhoek. Die letzte Strecke, der von vielen gelobte Transkalaharihighway, konnte uns nur vom Namen her verzaubern, ansonsten sieht halt jeder Meter gleich aus.

 

3.600 km, eine spannende Zeit. Wir sind uns einig, das war eine der schönsten Reisen, die wir bisher erleben durften.

 

Besuchte Länder:

 

Namibia: http://de.wikipedia.org/wiki/Namibia

Botswana: http://de.wikipedia.org/wiki/Botswana

Simbabwe: http://de.wikipedia.org/wiki/Simbabwe

 

Ein Wort noch zu Simbabwe: das Land hat schwere Zeiten hinter sich, den Menschen geht es schlecht. Die Folgen sind dort auch nicht anders, als in anderen armen Ländern. Im Moment (2014) sieht es so aus, wie wenn sich etwas positiv bewegen würde. Zur Sicherheit sollte man vor der Reise aber mal die Website es Auswärtigen Amtes aufsuchen.

 

Bilder findet Ihr im entsprechenden Untermenü.

 

Lautsprecher an! Diesmal gibt es auch was auf die Ohren. Kleine Unzulänglichkeiten bitte ich zu entschuldigen, die Software, die ich für die Website verwende, hat die eine oder andere Macke.