Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen.
Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen.

Marokko - der Süden

Zunächtst die gute Nachricht für uns: Bulli ist noch da, als wir nach 6 Wochen nach Marokko zurückkehren.

 

Eine Satelittenaufnahme zeigt das Mobil am Flughafen Marrakesch.

Von Marrakesch aus geht es kerzengerade nach Süden, die Wüste ist das Ziel. Zunächst muss aber mal das Atlasgebirge überquert werden. Es geht über einige Pässe durch eine wunderschöne Landschaft, die die Fahrt sehr kurzweilig macht. Die Eindrücke lenken gelegentlich etwas vom Verkehr ab, man muss aufpassen, dass man schön auf der Straße bleibt. Mit Leitplanken haben des die Marokkaner nicht so, es geht oft sehr steil und sehr weit nach unten.

Nach einer tollen Strecke erreichen wir Ouarzazate.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Ouarzazate

 

Die Stadt gefällt uns sehr, sehr gut, die Kasbah Taourit bestimmt das Standbild. Nahe gelegen sind die Filmstudios, in denen sehr bekannte Filme produziert wurden:

 

Game of Thrones

Gladiator

Das Jesus Video

Die Päpstin

Der Medicus

 

Die Studios haben sicher zum Wohlstand der hübschen Stadt beigetragen. Und sie sorgen auch dafür, dass gelegentlich Filmstars in den Straßen anzutreffen sind.

Es geht weiter gen Süden, die Oasenstadt Zagora ist das Ziel. Auch diese Strecke führt durch eine wunderschöne Landschaft, und auch Zagora hat sich sauber herausgeputzt, das Städtchen ist wirklich hübsch.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Zagora_(Marokko)

 

Ab Zagora führt die Reise direkt gen Osten durch das wunderschöne Drâa-Tal. Erst etwas Piste, dann wieder auf fester Straße. Es wird einsam und man kann auch während der Fahrt die Schönheit der Landschaft genießen.

Am Ziel unserer Reise und unserer Träume: Erg Chebbi.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Erg_Chebbi

 

Einfach nur schön!

 

Als am Abend das weiche Licht kommt und die Schönheit der Wüste überwältigend ist, lassen wir uns zu einem Luftbild verleiten, die Drohne kommt zum Einsatz. Semilegal ist das schon, nach wenigen Minuten wird eine schnelle Landung eingeleitet, weil gleich einer gesprungen kommt. Man will ja keinen Ärger, das musste jetzt aber einfach sein.

Wir ziehen um nach Merzouga.

 

https://www.google.de/?gws_rd=ssl#q=merzouga

 

Von da aus unternehmen wir eine Tour rund um den Erg. Wir lassen uns aber fahren, was sich als guter Plan erweist. So können wir alles, was wir sehen, in Ruhe genießen. Der Fahrer ist auch Guide, und so lernen wir dabei auch noch etwas.

Eine kleine Empfehlung an der Stelle.

 

Wir schauen uns zunächst eine kleine Campsite im Städtchen an. Innerhalb einer Mauer rottet sich offenbar ein Rudel verängstigter deutscher und englischer Camper zusammen. Das Grauen pur, also fahren wir ein paar km weiter.

 

Schon besser.

 

http://secretdusahara.com

 

Der Chef (siehe Bild) hat die deutsche Sprache gut im Griff.

Nördlich des Erg Chebbi besuchen wir noch kurz einen Bekannten von Rita und Freddy Reck, dann geht es weiter Richtung Todra Schlucht.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Tinghir

 

Im Abendlicht fotografieren wir Tinghir und machen dabei Bekanntschaft mit einem netten Menschen, Said. Wir machen ein paar Bilder von ihm und seinem Dromedar Jimi Hendrix, dann fahren wir weiter.

 

Die Schlucht ist einfach herrlich, es ist auch wesentlich weniger los als vorher so zu hören war, ein toller Tag.

 

Zurück aus der Schlucht drucken wir ein Bild von Said und Jimi aus. Das möchten wir dem netten Menschen als Erinnerung geben, das Dromedar hat davon ja nicht viel. Aus der Bildüberhgabe wird fluggs eine Einladung zum Tee. Dazu wird Brot und Olivenöl gereicht. Die Familie von Said möchte uns quasi adoptieren. Nichts zu machen, wir müssen ja weiter.

Direkt gen Westen, Agadir ist das Ziel. Dort wollen wir Freunde treffen. Die Strecke führt uns über supereinsame Straßen durch fantastische Landschaften, es ist einfach nur schön. Unterwegs kaufen wir Safran ein. Anbau und Ernte ist in Marokko Frauenarbeit. So richtig verwundert das nicht, die Arbeit ist hart und die Männlein sehen wir nur sehr selten schuften.

 

Agadir streifen wir nur. Das, was wir sehen, passt zu dem, was man so hört. Muss man nicht haben.

 

Die Fahrt der Küste entlang nach Norden ist da schon wesentlich besser. Unterwegs stoppen wir für den Einkauf von Arganöl. Und endlich sehen wir auch die Ziegen, die auf dem Baum "leben". Sie leben natürlich nicht da, sie futtern nur, was das Zeug hält.

 

Wir fahren ans Meer und verbringen ein paar ruhige Tage bei gutem Weter und leckerem Fisch.

 

Letzter Stop vor Marrakesch ist Essaouira.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Essaouira

 

Ein schöner Küstenort mit einer sehr netten Altstadt. Wir müssen weiter nach Marrakesch, deshalb haben wir leider keine Gelegenheit, die angebotenen Meerstiere zu kosten.

 

In Marrakesch endet die Reise. Wie gehabt, wir stellen das Mobil am Flughafen ab und hoffen, es in 10 Wochen unversehrt vorzufinden.