Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen.
Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen.

Was für ein Tag!

 

Einen Tag unserer Reise durch Sambia werden wir für immer in Erinnerung behalten - den Tag, an dem uns die Löwen im Camp besuchten.

 

Im Blog zu dieser Reise sind schon die Umstände geschildert, und auch ein paar Bilder sind zu sehen. Was wir am Morgen nicht wissen: das ist erst der Anfang eines mehr als denkwürdigen Tages. Doch der Reihe nach...

 

Die 12 Löwen haben ca. 400 kg Fleisch gefuttert. Das macht müde, und so liegen sie den Vormittag über noch irgendwo im Schatten und verdauen die Giraffe. Wer schon mal ne Giraffe gegessen hat, wird das nachvollziehen können. Wir treiben uns am Pool herum, es ist heiss. Nur leider kann man die Badehose nicht holen, in der Nähe des Mobils würde ein Löwe liegen. Später gibt es dann Entwarnung, der Löwe sei weg, der Weg zur Badehose frei. Danach stellt sich dann heraus, dass das ein Irrtum war. Es gibt zwei Löwenmännchen, und das, das bedrohlich nahe war, war nicht das, wegen dem man die Entspannung ausgerufen hat.

 

Am Nachmittag werden die Löwen aktiv, sie kommen ins Camp

Ein Bild, das zeigt, wie die Situation ist. 50 m sind es teilweise nur...

Unser Camp hat einen "Elefanten-Hide". Ein getarntes Plätzchen, von dem aus man Elefanten aus nächster Nähe beobachten kann. Beim Betreten ist es an diesem Tag wichtig, auf die kleinen Details zu achten.

An dem Schwanz könnte ein Löwe dran hängen. Von der anderen Seite sieht das dann so aus. Es ist doch mehr als ein Löwe.

Die nachfolgenden Aufnahmen sind direkt am Hide entstanden.

Der Nachmittag neigt sich dem Ende entgegen, es ist bald Sonnenuntergang. Das wirft zwei Fragen auf. Was machen die Löwen, wenn es dunkel wird? Was essen wir? Wir behalten die Löwen im Blick und werfen den Grill an. Es gibt dicke, leckere Sirloins. Löwe hin oder her, wir müssen ja auch was essen.

 

Kurz vor Sonnenuntergang droht die Situation zu eskalieren. Ein Löwenmännchen und ein großes Weibchen machen sich auf dem Weg zur Bar. Dort sind Menschen, und es gibt keinen Schutz. Als die Leute dort richtig Krach machen, gehen die Löwen wieder weg. Gut zu wissen, mit Lärm haben es die Tiere nicht so.

 

Wir schauen nach links, und nun wird die Situation wirklich unübersichtlich. Eine Elefantendame nebst Kind steuert direkt auf uns zu, biegt dann 20 Meter vor uns ab und latscht quer durchs Camp. Dass Löwen da sind, hat sie sicher mitbekommen, es scheint sie aber nicht zu stören.

Dann geht die Sonne unter. Wir gesellen uns zu 4 supernetten Leuten aus Österreich ans Lagerfeuer und lassen diesen aufregenden Tag bei allerlei leckeren Getränken ausklingen. Es ist stockdunkel, wir hören ein Löwenmännchen links, ein anderes rechts brüllen. Und auch in der Nacht tönt es einmal fürcherlich nah und fürchterlich laut. Am nächsten Tag sind sie weg, die Jagd hat sie weiter geführt.