Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen.
Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen.

Blog Namibia Teil 1 - Caprivi + Etosha

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Otjiwarongo

 

Da grillt er, der Dieter!
 

Wir fahren nach Otjiwarongo und parken hinter Dieters Restaurant. Diesmal sogar ohne die Satellitenschüssel zu ruinieren, die ist noch von unserem letzten Besuch kaputt. Am Abend wird gegrillt. 

Etosha

 

Letzter Tag, wir dürfen uns mit einer Überdosis Elefant verabschieden. Auf zu neuen Zielen, in dem Fall zu Dieter nach Otjiwarongo.

Zwei nette Jungs kennengelernt, wir stellen vor: Clemens und Clemens.

 

Beide haben denselben Namen und kommen aus Hechingen. Regelmäßige Kirchengänger scheinen sie nicht zu sein, den Pleidelsheimer Ex-Pfarrer, der nun in Hechingen nach seinen Schäflein schaut, kennen sie namentlich nicht.

 

Beide haben das Abi noch nicht lange hinter sich, und sie sind in Afrika um Tierfilme für namhafte deutsche Produzenten zu erstellen. Sie haben sich dazu ein Autole gekauft, das etwas klappert, ansonsten aber seinen Zweck erfüllt. Sie leben im Zelt und sind immer etwas müde, weil man als Tierfilmer jeden Tag früh raus muss und auch am Abend ordentlich zu tun hat.

 

Zwei nette Kerle, die auch in ihrem zarten Alter schon ordentlich was von der Welt gesehen haben. Und mutig sind sie auch, sie gehen das ganze Abenteuer sehr professionell an und ganz sicher wird von ihnen noch zu hören sein.

Etosha

 

Nachfolgend ein paar erste Eindrücke von unserer Zeit in der Etosha. Wir haben reichlich Dusel, deshalb ist fraglich, ob zu der Region nochmals etwas zu sehen sein wird. Das hängt halt davon ab, was die nächsten Tage bringen.

 

Auch wenn sich das wiederholt, es ist heiss, es ist staubig, es ist unendlich trocken. Die Pisten sind bockelhart und eigentlich reines Wellblech. Es dauert, bis man die ideale Geschwindigkeit gefunden hat. Dann gibt man aber doch Gas, damit man nicht in jede Rille reinfährt. Die Geräusche im Fahrzeug sind kernig, es ist doch etwas eine Materialschlacht.

 

Ton an!

Wir mögen die Region um die Salzpfannen sehr. Eine eigentümliche Landschaft und, mit all ihrer Fauna, einmalig auf der Welt.

Und da, wo es Großkatzen gibt, bleiben Konfrontationen natürlich nicht aus, sie sind halt Fleischfresser. Das Gnu ist noch warm, als wir die Löwen entdecken, es muss gerade erst erlegt worden sein. Nun findet das große Fressen statt, bei dem es streng nach Rangordnung geht. Zuwiderhandlungen werden spontan bestraft.

 

Auch hier: Ton an!

Fotostrecke: Löwen

Heute ist Urlaub auf dem Bauernhof angsagt.

 

Erst fahren wir nach Grootfontein Tsumeb, einer eher semihübschen Stadt. Wir tanken, bunkern, stellen uns in eine lange Schlange vor dem Geldautomaten, damit wir für die kommenden Tage in der Etosha gerüstet sind.

 

Danach geht's weiter zur Gästefarm Sachsenheim. Familie Sachse hat da ihr Heim, der Name hat nichts mit "unserem" Sachsenheim zu tun. Ackerbau und Viehzucht wird hier betrieben. Dazu gibt es Bungalows, die vermietet werden, und auch eine Campsite. So, und jetzt wird abgekühlt.

 

Nun ist vermutlich einige Tage Funkstille, keine Ahnung, ob es die nächsten Tage Internet gibt. Also bitte nicht gleich das Auswärtige Amt anrufen, wenn man von uns nichts hört!

Erstaunlich, wie schnell sich der Körper auf die strammen Temperaturen eingestellt hat! Heute früh regnet es, es sind 25 Grad, und uns fröstelt.

 

Knapp 380 km fahren wir bis zu Roy‘s Camp. Unterwegs trinken durstige Tiere selbst aus allerklensten Pfützen. Die Regenzeit beginnt, und das ist bitter nötig. Ansonsten gibt’s nicht viel zu berichten, heute musste mal Strecke gemacht werden, damit wir morgen einkaufen können und danach Richtung Etosha, einem Highlight dieser Reise, weiterfahren können.

 

Roy‘s Camp haben wir letztes Jahr schonmal erwähnt, es hat sich nichts verändert. Das grandiose Internet - Cafe, in dem es gerade 34 Grad hat und in dem man nur surfen kann, wenn man allein ist, hat sich nicht verändert. Heute Abend lassen wir uns bekochen, in der Etosha werden wir das wieder selbst tun.

Heute lernen wir Pierre kennen. Er ist Franzose und sein Fahrzeug hat ein französisches Kennzeichen. Nun ist er 73 Jahre alt und allein in Afrika unterwegs. Schon 1968 / 1969 ist er mit seiner Frau per Anhalter durch Afrika gereist. Nun besucht er allein den einen oder anderen Ort, an dem Erinnerungen hängen.

 

So alle 6 Wochen fliegt er heim, seine Mutter ist 107, und er will deshalb nicht dauerhaft unterwegs sein. Pierre kommt gewaltig in Afrika herum, Angst hat er vor nichts. So ist er z.B. ganz allein den Van Zyls Pass gefahren. Wir ziehen ehrfürchtig den Hut!

Willkommen in Namibia!

 

Die Straße durch den Caprivi ist langweilig, bolzengerade geht es dahin. Die Camps am Okavango sind jedoch grandios, und so lohnt sich manche Fahrstunde dann doch. Seit langer Zeit einer unserer Lieblingsplätze: Mobola Island. Man steht direkt am Ufer des Flusses, die Insel ist jedoch sehr bedeutend, denn Alexander, der deutsche Inhaber, hat dort eine Bar mit Plattform über dem Fluss installiert. Und so trifft man sich zum Sundowner mit anderen Weltenbummlern und trinkt ein superkaltes Bier vom Fass. Um einen herum ist abolute Ruhe. Ein Fischadler segelt dahin auf der Suche nach dem Abendessen. Die Tiere gibt es nur in absolut gesunder Natur.

 

Unser dritter Stop hier, es ist immer wieder toll. Ein kleiner Pool sorgt für Abkühlung, die auch bitter nötig ist.

 

Wer hier mal Halt machen möchte Camp 3 und 4 sind direkt am Okavango. Was bedeutet, dass man auch mal ein Krokodil oder Hippo sehen kann. Die gegenüber liegende Seite des Flusses gehört schon zu Angola.