Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen.
Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen.

Blog Namibia Teil 2 - Damaraland + Küste

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Gelobt sei das Reisemobil, anders hätten wir die spontane Nordschleife nicht einbauen können!

 

Opuwo  - Sesfontein - Khowarib - Palmwag, und schon hat man 500 km mehr auf dem Tacho.

 

Am Abreisetag besuchen wir zuerst ein Dorf der Himbas, Namibias letztes Nomadenvolk. Einige leben noch so wie immer, andere hat es zwischenzeitlich in Städte verschlagen, wo sie zwar optisch noch nach Himba aussehen, jedoch ein Handy haben sie schon.

 

Die 250 km nach Opuwo sind ereignislos, auf Teer geht es gleichmäßig dahin. Opuwo selbst ist als Stadt ohne jeden Reiz, vergebens sucht man nach einem hübschen Plätzchen. Das Straßenbild ist dafür ziemlich spannend. Himbas und Hereros sind vertreten, sie leben hier friedlich zusammen, und die Vertreter der jeweiligen Stämme sind von weitem zu erkennen. Herero - Damen haben jede Menge Stoff um sich gewickelt, die Himba - Damen haben darauf weitgehend verzichtet.

 

Zwischen Opuwo und Palmwag geht es dann auf die Piste, die uns durch eine wunderschöne, nahezu unbesiedelte Region führt. Die Pistenqualität schwankt zwischen zügig befahrbarer   Primapiste und Verdammterscheissdreckspiste. Zwischen Khowarib und Palmwag dürfte unser Stundenschnitt bei 25 km gelegen haben. Zuerst fahren wir aber nach Sesfontein und besuchen das deutsche Fort aus der Besatzerzeit. Es ist noch heute in deutschem Besitz, was die Nachfrage bei der Tochter des Besitzers ergeben hat. Die Kehlen sind trocken, wir trinken im Palmengarten einen Rockshandy, danach ziehen wir weiter. Das örtliche Camp ist potthässlich.

 

35 km weiter wird es schon besser. An der Khowarib - Schlucht entscheiden wir uns für ein kommunales Camp und bekommen einen hübschen Platz direkt an der Kante oberhalb der Schlucht. Die Platzwahl ist einfach, außer uns ist niemand da. Ein herrlicher Flecken, zum Abendessen gibt´s Aglio - Olio samt eingeflogener Barillanudeln mit bester Aussicht auf die Schlucht und die sie umgebende Bergwelt.

 

Letzte Station des Abstechers: Palmwag. Der Name ist Programm, hier ist es grün und es wachsen Palmen. Überall sind Warnschilder, ein Elefantenbulle kommt ab und an ins Camp, und der hat nunmal Vorfahrt. 

Am Morgen nach Dieters Geburtstagsfeier frühstücken wir noch in seinem Restaurant. Danach wird ordentlich eingekauft, dann machen wir uns auf den Weg nach Kamanjab, wo wir das Oppi Koppi Camp ansteuern. Die Fahrt dauert etwa 3 Stunden und ist etwas langweilig, weil es einfach nur gerade dahingeht und die Landschaft ziemlich eben ist.

 

Oppi Koppi ist ein wirklich nettes Camp, es fehlt an nichts. Es wird von einem Belgier betrieben, der offenbar eine Schwäche für Overlander mit ausländischem Kennzeichen hat. Die übernachten nämlich umsonst. Einzige Bedingung: man muss sich für seine stattliche Sammlung, in der auch einige bekannte Gesicher und Fahrzeuge auftauchen, ablichten lassen. Damit kann man leben.

 

Für die Abendessen hier haben wir nichts eingekauft, wir gehen lieber Essen, damit so etwas in die Kasse kommt.