Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen.
Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen.

Blog Namibia

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Wir fahren weiter gen Süden und besuchen bei Keetmanshoop den Köcherbaumwald. Hier waren wir vor einigen Jahren schonmal, und auch diesmal gefällt uns das Plätzchen sehr. Etwas surreal sehen die Bäume schon aus, und man sagt, dass Ureinwohner früher Köcher für Pfeile aus den Ästen gemacht haben. Ob das stimmt? Wenn es so ist, sind 99% der Ureinwohner aber mit semihübschen Köchern herumgelaufen. Die Bäume sind nämlich in der Region endemisch, es gibt sie schlicht nur hier.

 

Danach fahren wir weiter nach Grünau, das sich als nicht ganz so grün herausstellt. Unterwegs durchfahren wir die Karasberge, eine herrliche Landschaft. Die Straße ist gut, und so kann man während der Fahrt entspannt die Landschaft genießen. Wir übernachten im Camp des Grünau Country Hotels, das beste Haus am Platz, die Konkurrenz ist überschaubar.

 

Unterwegs ist eine Entscheidung gefallen. Wir fahren straight gen Südafrika. Die möglichen Ziele in Fahrtrichtung links und rechts heben wir uns für eine kühlere Jahreszeit auf. Links sind es 40 Grad, rechts vermutlich um die 50. Das haben wir vor ein paar Jahren schonmal aushalten müssen, das muss nicht nochmal sein.

 

Die Bilder könnte man aus Platzgründen auch als Überblendung bringen. Wir müssen aber keinen Platz sparen, weil sich die Zeit in Namibia schon zu Ende neigt. Traurig simmer nicht, wir kommen wieder, und wir freuen uns sehr, in Südafrika den einen oder anderen unbekannten Ort besuchen zu dürfen.

Hardap Dam bei Mariental

Ein Trauerspiel, und das in mehrfacher Hinsicht. Der Dam ist fast leer, was das für die Region bedeutet, kann man erahnen. Und das Camp ist an Tristesse nur schwer zu überbieten. Das Mobil zeigt 41,5 Grad an, es gibt keinen Schatten, und man steht auf einem trostlosen Sandplatz, vor dem man von den Angestellten fairerweise gleich gewarnt wird. Wir checken ein und wir checken aus, das ist echt nicht auszuhalten.

Ein paar km weiter werden wir fündig, wir fahren auf eine Farm, zum Bastion Farmyard. Vier Plätze, außer uns niemand da. Und es ist grün und schattig. Wir schlafen wie die Murmeltiere.

 

Aber: die Chefin erzählt, dass sie auf das Wasser des Staudamms angewiesen sind. Und es reicht nur noch bis Ende Januar. Was das für die Ernt bedeutet, ist klar, hoffentlich regnet es lange und stark.

Windhoek / Urban Camp, nach 17 km sind wir am Ziel, ne kürzere Tagesstrecke gab es noch nie.

 

Wir lungern etwas am Pool herum und lassen es ruhig angehen. Auch heute erwarten wir hohen Besuch, unsere beiden wilden Filmleute Clemens + Clemens sowie Innocent werden wir heute noch sehen. Zum Abendessen haben wir in Joes Beerhouse ein Tischle reserviert.

 

Es gibt sicher viel zu erzählen, zumindest von Clemens + Clemens, die in den letzten 6 Wochen ordentlich was erlebt haben. Und von Innocent auch, schließlich wurde er erst vor ein paar Tagen am hellen Tag überfallen und ausgeraubt. Für Clemens + Clemens haben wir etwas Zubehör für ihre Drohne dabei. Und Innocent bekommt zwei ausgediente Smartphones, dann hat er was zu geben, wenn er wieder ausgeraubt wird. Manchmal nervt Afrika ganz ordentlich.

Und da hocken wir wieder! Das Bild sieht aus wie das letzte von Anfang Dezember an gleicher Stelle. Und alle haben spannende Geschichten parat, ein wirklich schöner Abend! 

Farmers Kitchen / Elisenheim bei Windhoek

 

17:30 - der erste Gast verlässt sturzbetrunken, singend und Luftgitarre spielend die „Gartenwirtschaft“, um sportlich Richtung Heimat zu fahren. Na super. Wir erwarten Besuch, unsere wackeren Eisstockschützen erweisen uns die Ehre. Genau genommen sitzt heute ein überwiegender Teil der Nationalmannschaft bei uns. Eisstockschießen ohne Eis, nicht ganz neu für uns inzwischen, dennoch noch immer etwas gewöhnungsbedürftig. 
 

Wir haben einen sehr lustigen Abend, das Essen ist lecker, das Bier kommt im gefrorenen Glas. Passt!

Angekommen...

 

Ordentliches Frühstück im Flughafen, dann direkt zu Mercedes, den Baboo abholen.