Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen.
Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen.

Blog Südafrika Teil 1: Western Cape

News stehen oben... 

ok, grandios in die Hose gegangen... Um 2:30 weckt man uns, wir sollen wegfahren. Unser Argument „wir haben etwas getrunken" prallt an der wichtigen Person ab wie sonst was. Mit Begleitfahrzeug werden wir zur nächsten Polizeistation gebracht und dürfen Kapstadt bei Nacht erleben. Um der Geschichte noch die Krone aufzusetzen, schaltet unser Begleiter das Flutlicht ein, im Lichtkegel ziehen wir dann um.

 

Wir melden uns dann wieder aus dem Weinland, siehe Südafrika Teil 2.

Irgendwann taucht er auf, der Tafelberg, und damit der südlichste Punkt dieser Tour. Kapstadt ist eine Großstadt, ein Camp gibt es hier nicht, zumindest nicht da, wo wir übernachten möchten. Nämlich zwischen der Waterfront und dem Meer. Maximale Lage, und auch gleich maximale Probleme. Man erklärt uns, dass es inzwischen verboten ist, hier zu übernachten. Wir sollen einen "Operationsmanager" sprechen und quasi ein Gnadengesuch einreichen. Das machen wir, mal sehen, was rauskommt. Lehnt er ab, sagen wir halt, dass wir Bier getrunken haben, dann können sie uns schlecht wegschicken. Außerdem haben wir einen Tisch für lecker Fisch reserviert, den Wirt wollen wir nicht enttäuschen.

In Langebaan angekommen... Das ist das Naherholungsziel für Leute aus Kapstadt schlechthin. Der Ferienort liegt an einer großen Lagune, es gibt sehr weitläufige und dünn besiedelte Strände. Wir bleiben erstmals für 2 Nächte, bisher sind wir immer nach einer Nacht weitergezogen. Am Abend geht´s in "Die Strandloper", ein legendäres Open Air - Restaurant direkt am Meer. Auch wieder lecker, die Küche an der Westcoast ist super! Am Ruhetag hängen wir herum, lesen, machen nen Strandspaziergang und bringen den Blog hier auch mal aktuell.

 

Wir stehen nun mal auf einem Campingplatz, der nicht so richtig hübsch ist, eher europäisch - langweilig. Aber, er liegt wirklich direkt am Meer, direkter geht es nicht. Und den Rest halten wir 2 Tage locker aus.

Nachtrag... Bewegte Bilder zur Tölpel - Kolonie in Lambertsbaai 

Wir ziehen weiter, es geht nach Paternoster. Die kleine Stadt an einer wunderschönen Bucht ist das Naherholungsziel für die gestressten Stadtbewohner von Kapstadt. Und es gibt zahlreiche Fischer, die Langusten fangen. Schon bei der Durchfahrt des Ortes werden uns die Tiere mehrfach aus der Plastiktüte heraus angeboten. Wir lehnen ab, wir sind auf dem Weg zu einem Restaurant, das uns von einer Freundin empfohlen wurde. Es liegt direkt am herrlichen Strand, und das Essen ist superklasse. Danke für den Tipp, Geli Böhm!

 

Von Paternoster aus sind es noch 5 km nach Tietiesbaai. Wir campen in traumhafter Lage direkt am Strand, besser geht es nimmer. Und wir steigen sogar mal ins Wasser, im Atlantik waren wir hier noch nicht drin, er ist saukalt, aber der Benguelestrom bringt halt auch reichlich Fisch an die Küste. Auf dem Weg nach Tietiesbaai kommen wir noch an einem besonderen Leuchtturm vorbei. Es ist der letzte bemannte Leuchtturm in Südafrika und das letzte Bauwerk dieser Art auch weltweit.

 

Die Fahrzeuge auf dem einen Bild rechts neben uns kommen aus Südafrika, Belgien und Holland.

Ja, da sind noch die Tölpel... Die Kolonie vor der Stadt beheimatet 24.000 Kap - Tölpel, die es hier ganz schön krachen und riechen lassen. Weiter draußen gibt es noch 2.500 Robben, was die Luft nicht besser macht. Die Vögel sitzen dicht an dicht, und der Platz vor ihnen ist nicht von ungefähr frei. Das ist nämlich die Startbahn. Wer in die Luft möchte, tritt aus der Menge heraus und nimmt Anlauf wie ein Flugzeug. Das klappt oft, aber leider nicht immer, regelmäßig sind Crashs zu beobachten, dann versuchen sie es halt nochmals. Ein grandioeses Schauspiel!

Wenn wir mal wieder Internet haben, gibt´s ein Update. Wir waren vorhin an einer grandiosen Kolonie von Kap - Tölpeln. Wir gehen nun aber Fisch essen, keine Zeit...

 

Die Zeit bei Highlander war sehr angenehm, nun ziehen wir weiter ans Meer, und zwar nach Lambertsbaai. Wir haben da in einem besonderen Restaurant einen Tisch reserviert, im Muisbosskerm. Das Restaurant ist am Wochenende geöffnet, aosonsten nur, wenn 20 Leute zum Essen zusammenkommen. Es wurde von National Geographic aufgrund seiner Lage ausgezeichnet. Und ausgezeichnet ist auch das Essen.

Nun ist aber mal gut mit Wüste! Wir sehnen uns nach etwas Grün, und nach weiteren 300 km ist es dann so weit, wir erreichen die Weinregion des Westkaps. Wir steuern direkt das Highlander Weingut bei Klawer an. Hier gibt es 4 Stellplätze mit reichlich Platz im Grünen. Der Overlanderplatz ist etwas getrennt davon, was gut ist, die Leute müssen immer früh raus, und wir wollen ausschlafen. Inbesondere, weil am Abend eine Weinprobe ansteht. 

Willkommen in Südafrika!

 

Nach der namibischen Wüste kommt die südafrikanische Wüste. Unterbrochen wird die trockene und gut geheizte Gegend nur vom Grenzfluss, dem Oranje. Da ist alles grün und es wird Obst angebaut. Nach ca. 150 km kommen wir nach Springbok, wir fahren 10 km südlich der Stadt direkt ins Goegap Nature Reserve. Eine Piste führt uns durch die wunderschöne Region. Wir haben Glück, es ist kühl, ansonsten herrschen dort stramme Temperaturen, maximal 48 Grad. Die Temperaturen haben auch dazu geführt, dass allein über 600 endemische Blumenarten dort ihre Heimat gefunden haben. Im Camp stehen wir in herrlicher Natur ganz alleine. Nur beobachtet von Klippschliefern, die oft ziemlich rasant durch die Felsen springen.